Montag, 28. März 2016

Musik, Tagträume und Busfahrten

So. Wie das nun mal so ist bei kreativen Menschen, geht es hier heute nicht mit "Gedankenhaus Teil Zwei" weiter, denn ich muss vorher was anderes loswerden :) Man möge es mir nachsehen. Morgen geht es dann mit Teil Zwei weiter.

Musik

Es ist erstaunlich, was Musik alles kann. 
Sie berührt, sie betäubt, sie erfreut, sie tröstet, sie macht Spaß, sie will tanzen. Seit Jahren wird mein Leben von Musik begleitet. Ob ich sie selber mache oder sie höre, sie ist immer bei mir. Und ich will sie niemals missen müssen.
Ich möchte unterstellen, dass es vielen so geht, wie ich es im Folgenden beschreiben werde:

In meinem Leben gibt es bestimmte Lieder für bestimmte Situationen oder Gefühls-Zustände. Grundsätzlich höre ich, wenn es mir besonders gut geht, fröhliche und schnelle Musik. Musik zum Tanzen. Wenn ich traurig bin, höre ich ruhige Musik, entweder Klassik oder, wenn es ganz schlimm ist, traurige Balladen. Wenn ich wütend bin, höre ich Rock. Und das ganz laut.

Was Musik - bestimmte Lieder vor allem - aber auch kann, ist, Erinnerungen zu wecken.
Ich habe ja schon mal berichtet, wie gerne ich Bus/Zug fahre. Bei solchen Fahrten höre ich viel Musik. Ich erschaffe mir dann meine eigene, kleine Welt, meine "Bubble". Während ich Musik höre und aus dem Fenster schaue, tauche ich in diese Welt ein und lasse mich von meinen Tagträumen wegtragen. Das sind natürlich schöne Träume, die mich sehr glücklich machen.
Im Dezember habe ich in einem Laden in Neumünster gejobbt und hatte eine relativ lange Anreise, die ich für eben genau das genutzt und geliebt habe. Die Zeit dort war sehr anstrengend und ich denke nur sehr ungern an sie zurück. Allerdings habe ich auf der Busfahrt ein Lied besonders oft gehört: "The Ghost Inside" von den Broken Bells.


Mit dem Song verbinde ich sehr schöne Tagträume und ein pures Glücksgefühl. Es ist ein recht fröhliches Lied und ich habe mich sowohl morgens auf der Hinfahrt, als auch (vor allem) Abends nach Feierabend, unglaublich gefreut, es "gleich im Bus" zu hören. Gerade weil die Zeit nicht schön war, brauchte ich meine Tagträume sehr. Die Luftschlösser, die Gedanken an einen bestimmten Menschen, das alles hat bewirkt, dass ich mich besser fühlte. Mein Herz schlug schneller und ich habe mich oft dabei erwischt, wie ich einfach da saß im Bus, raus schaute und aus vollstem Herzen lächelte.

Seit Dezember habe ich dieses Lied allerdings gemieden. Immer wenn es durch Zufall in meiner Playlist lief, habe ich auf "weiter" geklickt. Schon bei den ersten Tönen kam die Erinnerung wieder. Aber leider nicht die Erinnerung an die Fahrten und die Tagträume, sondern an die Arbeit.
Als ich heute im Bus saß und aus dem Fenster schaute, hatte ich dann plötzlich das Bedürfnis es zu hören. Und dieses Mal hat es funktioniert. Die Gefühle - die guten - waren wieder da. Auch jetzt, während ich diesen Beitrag schreibe, läuft es im Hintergrund. Und es geht mir gut.
Es ist erstaunlich, was Musik alles kann.


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